Durch die Vermittlung des DJF und der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) können seit September 2007 japanbegeisterte junge deutsche Freiwillige einen Freiwilligendienst in Japan ableisten.
Das Auswahlverfahren verläuft über das DJF in Kooperation mit ijgd für einige der unten genannten japanischen Einrichtungen. Nach erfolgreichem Bewerbungsverfahren (Auswahl der/des Bewerbers/in zu einem Bewerbertag) findet ein Auswahlwochenende vom 11. bis 12.02.2012 statt. Halten Sie sich diesen Termin bitte frei. Jede/r Bewerber/in wird für einen Bewerbungstag nach Berlin eingeladen. Halten Sie sich diesen Termin bitte frei. Die Teilnahme an einem Bewerbungstag und an einem Bewerbungsgespräch sind Voraussetzungen für die Entsendung im Programm Internationaler Jugendfreiwilligendienst in Japan. Eine Fahrtkostenerstattung können wir leider nicht auszahlen. Die Teilnehmer/innen an dem Bewerbungstag erhalten ausführliche Informationen über die angebotenen Einsatzstellen und die allgemeinen Bedingungen des Internationalen Jugendfreiwilligendienstes.
Weitere Infos zum Internationalen Jugendfreiwilligendienst in Japan finden Sie bei den ijgd.
Eine Übersicht der "Einsatzstellen in Japan" finden Sie hier
Den Bewerbungsvordruck für einen Platz im Rahmen eines Internationalen Jugendfreiwilligendienstes in Japan finden Sie hier (Word doc / PDF)
In dieser Zusammenstellung sind alle Einsatzstellen enthalten, die in diesem oder in den letzten drei Jahren Freiwillige aufgenommen hatten. Manche Einsatzstellen nehmen mehrere Freiwillige auf, andere nur eine/n. Es können sich immer wieder vereinzelt Abweichungen ergeben, wenn z.B. eine Einsatzstelle für ein Jahr aus organisatorischen Gründen keine/n Freiwillige/n aufnehmen kann. Weiterhin werden auf Grund der diesjährigen Ereignisse in Japan nicht alle Einsatzstellen neu besetzt.
BITTE BEACHTEN: Wir versuchen zwar, den Wünschen der Bewerber zu entsprechen, aber die Entscheidung über den Einsatz in einer bestimmten Einsatzstelle treffen letztlich allein ijgd und DJF. Bei der Beschreibung der Einsatzstellen wird aus Gründen der Vereinfachung generell die männliche Form verwendet, die im Sinne des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) jedoch stellvertretend auch für die weibliche Form steht.
Stand 24.10.2011
Aino Sato Activity Centre und/oder Support Centre in Sapporo: Tagesarbeitsstätte für geistig Behinderte. Die Hauptaktivität ist die landwirtschaftliche Arbeit. Der Freiwillige sollte keine Scheu davor besitzen, mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten, oder diese auch in alltäglichen Aufgaben, wie dem Essen und dem Waschen, zu unterstützen. Im Dezember wird der Freiwillige auf dem Weihnachtsmarkt in Sapporo mithelfen. Während seines Dienstes kann der Freiwillige sowohl im Support-, als auch im Activity Center eingesetzt werden. Der direkte Chef und einige Mitarbeiter der Einrichtung sprechen englisch. Der Freiwillige lebt mit den Klienten der Einrichtung in einer Art Wohngemeinschaft zusammen. Sprache: gute Kenntnisse erforderlich.
Kyou Dou Gaku Sha in Machida bei Tokio: Der Ansatz der Einrichtung besteht im gemeinsamen Leben und Arbeiten mit den Behinderten. Von den Freiwilligen werden keine Kenntnisse im Umgang mit den Behinderten vorausgesetzt, dafür werden von Anfang an eine hohe Motivation und ein großer Integrationswille ins gemeinsame Leben in Kyou Dou Gaku Sha erwartet. Dazu kommt eine gewisse Flexibilität, die einem abverlangt wird. Die Arbeit (Recycling verschiedenster Materialien und Anfertigung von Neuwaren gemeinsam mit Behinderten) wird ausschließlich von männlichen Mitarbeitern gemacht, während die Frauen im Haus in der Behindertenwerkstatt arbeiten und ausschließlich für die Betreuung der Behinderten verantwortlich sind. Es wird sehr viel gearbeitet. Verpflegung mit den Mitarbeitern und Klienten. Untergebracht sind die Freiwilligen zusammen mit den Klienten und anderen Mitarbeitern in einem der Häuser in Einzelzimmern. Sprache: wenig bis Grundkenntnisse.
Mugi No Ko Kai in Sapporo: Betreuung für psychosomatisch kranke Kinder in der Tagesstätte Sapporo "Mugi No Ko" und für geistig behinderte Erwachsene in der Tagesbetreuungsstätte "JumpLets". Erfahrung auf dem Gebiet der Kinderbetreuung ist nicht notwendig, nötig ist allerdings großes Engagement und Eigenverantwortung. Für einige könnte die Free School eine Herausforderung darstellen. Es kann mitunter vorkommen, dass die hier betreuten Kinder kratzen, beißen, treten oder auch spucken. Bewerber sollten eine starke eigene Persönlichkeit haben. Der Freiwillige wohnt - zumindest am Anfang - in "short stay", die Privatsphäre ist begrenzt. Sprache: mittleres Japanisch erforderlich.
WING - Non-Profit Organisation - the Way Into the New Generation: Die gemeinnützige Organisation WING betreibt drei Tagesstätten im Stadtgebiet von Osaka/Japan. Diese Organisation konzentriert sich insbesondere auf die Arbeit mit schwerstmehrfach behinderten Menschen. Gerade für diese Menschen gibt es neben der Betreuung in der Familie oder im Krankenhaus noch kaum Alternativen in der japanischen Gesellschaft. Das Ziel der Arbeit ist, den Nutzern der Tagesstätten ein Leben zu ermöglichen, das über eine bloße pflegerische Grundversorgung hinausgeht.
Amagasaki Roujin Fukushikai in Ikuno: Schwerpunkt ist die Betreuung von alten Menschen in der Altentagesstätte und im Altenpflegeheim und im ambulanten Pflegedienst für geistig und körperlich eingeschränkte Menschen über 75 Jahre. Eines der Altenheime, in denen der Dienst geleistet wird, befindet sich in einer landschaftlichen Gegend abseits der nächsten Stadt. Die Verpflegung und Unterkunft wird von den Einsatzstellen übernommen. Die Freiwilligen wohnen allein oder zu zweit in einer kleinen Dienstwohnung. Sprache: wenigstens einer der Freiwilligen muss gute Kenntnisse vorweisen.
Happiness Adachi Seniorenheim in Tokio: Die Seniorenwohlfahrtseinrichtungen liegen in der städtischen Siedlung (Kami numata-Danchi) in der Nähe von Tokio. Im Zentrum der Einrichtung ist das Seniorenheim Happiness Adachi. Der Träger der Senioreneinrichtung ist die Körperschaft der sozialen Dienste "Family". Das Seniorenheim hat insgesamt 150 Plätze (alle Zimmer sind Einzelzimmer), 20 Shortstay-Plätze, sowie einen Day Service mit 47 Personen pro Tag. Es werden im Projekt Hilfeleistungen wie z.B. Pflege angeboten. Die Freiwilligen unterstützen das Team bei der Pflege und Betreuung der Klienten. Sprache: mittlere Kenntnisse reichen aus.
Sei-Rei-En in Hatsukaichi bei Hiroshima: Mitarbeit in einem Seniorenheim. Motivation, ältere Menschen auch pflegerisch zu betreuen und Geduld und Einfühlungsvermögen sind nötig. Der Freiwillige wohnt alleine in einem kleinen Appartement und muss seinen Alltag also selber organisieren, selber kochen etc. Sprache: mittlere Kenntnisse reichen aus.
Shinseikai in Takasaki im Gunma-ken: Seniorenbetreuung in verschiedensten Bereichen mit dem Ziel eines trotz gesundheitlicher Einschränkungen würdevollen Lebens. Der Einsatzbereich der sehr großen Einrichtung wechselt jeden Monat, weshalb eine zügige Anpassung an die neuen Tätigkeiten nötig ist. Der Freiwillige sollte in der Lage sein, Berührungsängste abzubauen, Ausdauer und Geduld bei der Kommunikation mit Senioren mitbringen, sowie sich an die religiösen Strukturen anpassen können. Engagement am Arbeitsplatz ist gefragt, d.h. d.h. selbstständig nach Unterstützungsmöglichkeiten zu suchen. Für die Fortbewegung ist ein Führerschein empfehlenswert. Der Freiwillige ist in einer Angestelltenwohnung, von der aus alle Arbeitsplätze bequem und schnell erreichbar sind, untergebracht. Die Mahlzeiten nimmt der Freiwillige morgens abends im Hauptspeisesaal zusammen mit den Senioren und mittags gegen 12.30 Uhr am Arbeitsplatz zu sich. An freien Tagen isst der Freiwillige dreimal im Hauptspeisesaal, immer mit der Option zur anderweitigen Verpflegung. Sprache: mittlere Kenntnisse nötig.
Tamiya Byoin Seniorenheim in Nagaoka: Mitarbeit in einem Seniorenheim, dazu gehören pflegerische Arbeiten und Reinigungstätigkeiten. Der Freiwillige wohnt in einer Mitarbeiterwohnung und muss anpassungsfähig sein und sich selbstständig verpflegen können. Sprache: gute Kenntnisse erforderlich.
Suisen No Ie in Ojiya bei Nagaoka: Mitarbeit in einem Seniorenheim, dazu gehören pflegerische Arbeiten und Reinigungstätigkeiten. Der Freiwillige wohnt in einer Familie, Familienanschluss ist gewünscht! Er muss anpassungsfähig und darf nicht zu kommunikativ sein. Sprache: gute Kenntnisse nötig.
Senryuji Kinderhort in Kominato bei Aomori: Mitarbeit in einem Kinderhort, dazu gehört die Vorbereitung und Durchführung von Sprachunterricht (englisch und deutsch) und anderen Aktivitäten: kochen, outdoor, ab Frühling auch Feldarbeit im Ökobereich. Der Freiwillige sollte mit Kindern umgehen können und dazu im Stande sein, Wissen weitergeben zu können. Er wohnt alleine auf dem Grundstück von Herrn Mui und kocht alleine in dem Unterrichtsraum, er sollte in der Lage sein, Ordnung zu halten und selbstständig zu arbeiten, der Freiwillige arbeitet sehr viel alleine! Es ist eine sehr ländliche Umgebung, die Bevölkerung ist noch nicht an Ausländer gewöhnt! Sprache: Mindestens gute Kenntnisse nötig.
Tadoshi-Kindergarten bzw. Kucchan-Kindergarten in Fukugawa, 50 km westlich von Sapporo: Die Einsatzstellen gehören zu demselben Träger, nur eine davon wird jährlich einen Freiwilligen aufnehmen. Buddhistisch orientierte Kindergärten mit dem Ziel, den Kindern eine freie Entwicklung im Einklang mit der Natur zu geben (Tadoshi) bzw. die Kinder auf eine ungezwungene Art und Weise im buddhistischen Geiste zu erziehen (Kucchan). Der Freiwillige arbeitet vormittags im Kindergarten und nachmittags im Hort. Er muss das Landleben lieben. Die nächste Stadt ist klein und ein wenig entfernt gelegen. Die Unterkunft ist sehr einfach (WG-ähnlich in Tadoshi bzw. in einer Gastfamilie in Kucchan)! Der Freiwillige muss sich selbst versorgen. Sprache: gute Kenntnisse nötig.
Kaori Kindergarten in Kai-shi im Yamanashi-Ken: Der Freiwillige arbeitet im normalen Kindergartenbetrieb mit. Sprachkenntnisse: wenig Kenntnisse erforderlich.
Hiroshima Youth Hostel in Hiroshima: Der Freiwillige arbeitet im Hostelbetrieb mit. Der Freiwillige wohnt in einem kleinen Häuschen, das sich auf dem Dach der Herberge befindet. Verpflegung gibt es entweder durch die Mahlzeiten in der Jugendherberge, oder der Freiwillige darf Lebensmittel der Herberge nutzen und selbst kochen, solange es den Betrieb nicht stört. Sprache: wenig bis Grundkenntnisse.
Kyoto Utano Youth Hostel in Kyoto: Der Freiwillige arbeitet im Hostelbetrieb in der Betreuung der Jugendlichen mit. Der Freiwillige sollte flexibel sein und auf Anfrage in der Jugendherberge aushelfen. Die Arbeit beinhaltet viel Reinigungstätigkeit und monotone Tätigkeiten. Sprache: wenig bis Grundkenntnisse.
Osaka Hagoromo Youth Hostel in Osaka-Hagoromo: Der Freiwillige arbeitet im Hostelbetrieb mit und bei der Betreuung der Jugendlichen im Activity Centre im Schichtdienst (kein Nachdienst). Der Freiwillige kann einen kleinen Personalraum für sich alleine benutzen. Die Küche ist nur im Betrieb, wenn Gäste da sind, d.h. nur an diesen Tagen bekommt man die Verpflegung aus der Küche. An Tagen ohne Gäste muss der Freiwillige selber einkaufen gehen und kochen. Sprache: mittlere Kenntnisse reichen, einige Mitarbeiter sprechen englisch. Die Chefin spricht fast nur japanisch und es gibt fast nur japanische Gäste!
Shin-Osaka Youth Hostel in Osaka: Mitarbeit im Hostelbetrieb. Es ist ein großes Hostel, in dem viel los ist. Es gibt jeden Tag Frühstück und unregelmäßig Mittag- und Abendessen. Wenn Mittag- und Abendessen ausfallen, erhält der Freiwillige Geld. Der Freiwillige schläft in einem Raum für Mitarbeiter. Diesen hat er für sich, es können aber andere Mitarbeiter dort übernachten, wenn sonst kein Zimmer frei ist. Sprache: mittlere Kenntnisse, da auch Arbeit im Büro anfällt, Englischkenntnisse sind notwendig.
Oka Masaharu Peace Museum in Nagasaki: Tätigkeiten sind der Empfang und die Führung durch das Museum und die Mitarbeit bei der Umsetzung und Reparatur der Ausstellung. Teilnahme an den Tätigkeiten für den Frieden, die das Museum veranstaltet. Der Freiwillige muss viel Eigeninitiative und eigene Ideen mitbringen. Da der Aspekt der Kriegsdienstverweigerung sehr wichtig für die Außendarstellung des Museums ist und im Zusammenhang mit den pazifistischen Grundlagen des Projektes steht, wird diese Stelle wohl nur von Kriegsdienstverweigerern (also auch nur von Männern) besetzt werden können. Als zentrale Motivation muss ein Interesse an Geschichte und vor allem japanischer Geschichte vorhanden sein. Darüber hinaus sollte man kommunikativ sein und auch kein Problem mit öffentlichen Auftritten haben. Der Freiwillige wohnt alleine in einem kleinen Apartment, er muss seinen Alltag also selber organisieren, selber kochen etc. Sprache: Grundlegende Japanischkenntnisse sind sehr praktisch; diese reichen aus. Englischkenntnisse sind notwendig.
Hakkenzan in Sapporo: Mitwirkung bei Planung, Durchführung und Evaluierung von umweltpädagogischen Veranstaltungen, Pflanzen und Ernten von Erdbeeren, Kirschen, Mais u.a., sowie das Pflegen der Anlage (Wege, Wiese, etc), und Mithilfe bei der Versorgung der Tiere (derzeit 1 Schaf, 2 Ziegen, 3 Hasen, 5 Gänse, 1Hund). Der Freiwillige wohnt entweder in einer deutsch-japanischen Gastfamilie oder in einer Blockhütte in der Nähe des Projektes. Er bekommt von seiner Einsatzstelle ein Fahrrad gestellt, mit dem er die Duschgelegenheiten/Onsen erreichen kann, da sich in der Blockhütte nur ein Waschbecken befindet. Im Dezember wird der Freiwillige auf dem Weihnachtsmarkt in Sapporo mithelfen. Der Freiwillige sollte Interesse an der Natur haben und körperliche Arbeit nicht scheuen, da dies ein großer Bestandteil der Arbeit ist. Im Winter arbeitet und wohnt der Freiwillige im Aino Sato Support/Activity Center (siehe oben). Sprache: Grundkenntnisse erforderlich.
Muchacha-en in bei Hoijo in der weiteren Umgebung von Matsuyama: Der Freiwillige arbeitet auf den Ökofeldern, das ganze Jahr eines Anbaus hindurch, draußen bei Wind und Wetter. Er muss sehr die Natur lieben und bereit sein, viel und schwer zu arbeiten (sehr viel schwerer als in Deutschland normalerweise üblich!). Es wird sechs Tage/Woche gearbeitet, jeweils etwa 8 Stunden. Die freien Tage sammelt FW an und kann sie zusätzlich zum Urlaub am Ende nehmen. Sehr ländlich, Unterkunft in Einzelzimmer in einem Gemeinschaftshaus, Bereitschaft zum Gemeinschaftsleben ist erforderlich, es wird gemeinsam gekocht (nur japanisch). Sprache: Gute Kenntnisse nötig.
Der Internationale Jugendfreiwilligendienst in Japan wird in Kooperation mit ijgd angeboten. Bewerben können sich alle (männlichen und weiblichen) Jugendlichen, die das 26. Lebensjahr bei Dienstantritt noch nicht vollendet haben.
Ihre Bewerbung senden Sie bitte in der nachfolgend aufgeführten Form an das Deutsch-Japanische Friedensforum Berlin e. V., auch wenn Sie sich schon bei ijgd beworben haben sollten. Verzichten Sie bitte auf aufwendige Mappen, diese geben Ihnen keineswegs einen Vorsprung und wir können aus Kostengründen die Bewerbungen - außer bei beigefügtem Freiumschlag - nicht zurücksenden. Die Bewerbung muss sauber und vollständig sein und klar Ihre Motivation für gerade diesen Dienst erkennen lassen. Ihre Bewerbung muss mindestens Folgendes beinhalten:
Wichtig:
Unvollständige Bewerbungen sortieren wir sofort aus! Wenn Sie dagegen Unterlagen (z.B. ein Zeugnis) noch nicht vorliegen haben, dann teilen Sie uns das bitte auf Ihrer Bewerbung mit und reichen die Unterlagen unaufgefordert nach.
Anmeldeschluss ist der 3. Februar des gewünschten Dienstjahres (also z.B. der 03.02.2012 für den Dienstbeginn am 01.09.2012). Die Bewerbungstage inklusive Vorstellungsgespräche, auf denen Sie auch weitergehende Informationen erhalten und mit Ehemaligen sprechen können, finden dann in der Regel in der zweiten Februarhälfte statt. Für den Zyklus 2012-2013 finden die Bewerbungsgespräche am 11.02. und 12.02.2012 in Berlin statt.
Ja, denn die z.B. in Senioreneinrichtungen Betreuten sprechen so gut wie nie eine andere Sprache, auch Englisch hilft dann nicht mehr weiter. Sie müssen kein Sprachgenie sein, wir geben auch den Kandidaten eine Chance, die noch nicht ganz flüssig sprechen können. Sie müssen aber mindestens einfachen Gesprächen folgen und sich an ihnen beteiligen können. Wir prüfen Ihre Kenntnisse bei Ihrem Vorstellungsgespräch. Sofern Sie nicht durch die Altersgrenze, Ihre geplante Ausbildung oder Ihr Studium gebunden sind, könnten Sie sich ja auch im darauffolgenden Jahr bewerben.
ijgd und das DJF treffen aus allen eingehenden Bewerbungen eine Vorauswahl mit den aussichtsreichsten Kandidaten. Diese werden dann zu den Bewerbertagen nach Berlin eingeladen. Jeder Kandidat muss sich dabei auf einen einzigen Bewerbungstag von etwa 10.00 bis etwa 17.00 Uhr einstellen. Die Einteilung für die Bewerbertage nehmen wir vor, falls aus persönlichen Gründen ein Termin nicht passen sollte, können wir bei rechtzeitiger Mitteilung einen anderen vorschlagen. Auf den Bewerbertagen erhalten alle Bewerber nochmals wichtige Informationen über den Freiwilligendienst in Japan und erhalten Gelegenheit, mit ehemaligen Teilnehmern/innen zu sprechen, bevor die Einzelgespräche stattfinden. Diese teilen sich auf in das eigentliche Bewerbungsgespräch sowie die Sprachprüfung. Parallel dazu können sich die Bewerber untereinander und mit den Ehemaligen austauschen. Nach Ihrem Vorstellungsgespräch erhalten Sie einige Tage Bedenkzeit, in der Sie sich noch einmal überlegen können, ob Sie Ihre Bewerbung aufrecht erhalten. Sollten Sie sich bis zum verkündeten Termin nicht verbindlich geäußert haben, gehen wir von einer Absage Ihrerseits aus. Aus allen übrigen Bewerbern treffen die ijgd und DJF eine Auswahl und nehmen die Zuteilung auf eine bestimmte Stelle in Japan vor. Diese Bewerber erhalten dann einen Vertrag. Der Dienst beginnt in der Regel am 1. September.
Als Vorbereitung auf den Freiwilligendienst absolvieren die Freiwilligen nach Zusage und vor dem 1. Seminar eine selbstorganisierte nachweisbare praktische Vorbereitung von mindestens zwei Wochen in ihrem Einsatzbereich. Ab dem ersten September beginnt der Dienst in der Nähe von Berlin mit einem (verpflichtenden) achttägigen Vorbereitungsseminar. Hier erhalten die Freiwilligen nicht nur viele Informationen zum Internationalen Jugendfreiwilligendienst, sondern bereiten sich auch generell auf den Umgang mit einer fremden Kultur vor. Die Seminare werden von unserem Partner ijgd gewährleistet. Die Reisekosten in die Einsatzstelle in Japan und das Visum organisieren und finanzieren die Bewerber selbst. Ab dem 15.09. beginnt der Dienst. Die Einführung in den Dienst in Japan ist von Einsatzstelle zu Einsatzstelle unterschiedlich. Nach etwa der Hälfte des abgeleisteten Dienstes findet in Japan ein rund siebentägiges Zwischenseminar statt (auch dieses ist verpflichtend!), auf dem u. a. eine erste Auswertung stattfindet und eventuelle Probleme angesprochen werden können. Unabhängig davon werden jedoch auf dem Vorbereitungsseminar Ansprechpartner in Deutschland und Japan genannt (darunter viele Ehemalige), die jederzeit während des Dienstes als Ansprechpartner dienen. Ebenso sind jederzeit die ijgd und das DJF für die Freiwilligen verfügbar. Der Urlaub ist zweigeteilt: Einmal in der Mitte des Dienstes und dann noch einmal vor der Abreise. Der Dienst wird mit dem verpflichtenden Auswertungsseminar bei Berlin abgeschlossen.
So manche Bewerbung lässt erkennen, dass der entsprechende Bewerber zu rosige Vorstellungen von Japan hat beziehungsweise sich Illusionen über seinen Freiwilligendienst macht. Der "Widerspruch von Tradition und Moderne" hört sich interessant an, aber jeder Bewerber sollte sich darüber im Klaren sein, dass er dort keinen Bildungsurlaub macht, sondern einen Dienst ableistet. Dies ist für die meisten Bewerber die erste reguläre Vollzeitarbeit, das heißt, viel Zeit zum kennen lernen der erhofften interessanten Seiten Japans oder gar zum Herumreisen bleibt nicht. Vielmehr erhält jeder Teilnehmer einen guten Einblick in den mitunter sehr harten japanischen Arbeitsalltag. In vielen Fällen ist dieser Arbeitsalltag härter, als bei uns in den letzten dreißig Jahren gewohnt! Jeder Bewerber muss sich auch darüber im Klaren sein, dass er in der Regel nicht als der gefeierte Held empfangen werden wird, sondern eben als einer, der seinen Dienst leistet (zu leisten hat!). Die kulturellen Unterschiede schließlich lassen trotz der sprichwörtlichen Höflichkeit der Japaner den Europäer unbeabsichtigt in so manches Fettnäpfchen treten. Eine ausgiebige Beschäftigung mit diesen kulturellen Unterschieden vor der Bewerbung ist auch für das Bewerbungsgespräch von nützen.
Ja, zum einen gibt es Altersgrenzen. Für einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst gilt die Altersgrenze 26 Jahre, das heißt, der oder die Bewerber/in darf erst nach dem Dienstantritt am ersten September des Jahres, in dem er seinen Dienst antritt, das 26. Lebensjahr vollenden.
Zum anderen müssen die Einreisebestimmungen Japans beachtet werden. Für den Internationalen Jugendfreiwilligendienst in Japan wird im Regelfall das sogenannte "Working-Holiday-Visum" in Anspruch genommen. Dieses wird nur einmal im Leben eines Antragstellers ausgestellt! Für das Visum ist der Bewerber selbst zuständig. Im eigenen Interesse sollte dies vor der Bewerbung bzw. spätestens vor dem Dienstantritt geklärt werden, um nicht den Freiwilligendienst gezwungenermaßen abbrechen zu müssen. Dies wäre dann ein selbstverschuldeter Abbruch.